ERNSGADEN MITEINANDER startet optimistisch und selbstbewusst in die Kommunalwahl
Bei der Aufstellungsversammlung für die Gemeinderatsliste gab sich die neue kommunalpolitischen Wählergruppe „ERNSGADEN MITEINANDER“ optimistisch und selbstbewusst. Unter der Leitung von Stefan Hufnagel wurden die Kandidatinnen und Kandidaten einstimmig gewählt. die inhaltlichen Schwerpunkte und Ziele der Gruppe – mit klarer Orientierung auf Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung, Stärkung der Infrastruktur, Kinder-, Jugend und Familienförderung, Unterstützung der Vereine und des Ehrenamts sowie bezahlbarer Wohnraum.
Langjährige Erfahrung und aktives Engagement
Die neu gegründete Wählergemeinschaft vereint Bürgerinnen und Bürger aus allen Alters- und Berufsgruppen, die sich gemeinsam für die Zukunft ihrer Heimat einsetzen wollen. Das Durchschnittsalter der Kandidatinnen und Kandidaten liegt bei 47 Jahren. Laut Vorsitzendem und Bürgermeisterkandidat Karl Huber „ein deutliches Zeichen dafür, dass sich in der Liste langjährige Erfahrung und aktives Engagement ideal ergänzen“. Anhand der Themen sehe man, dass die kürzlich gegründete Wählergruppe für einen ganzheitlicher kommunalpolitischen Ansatz stehe und eine generationenübergreifende Zusammenarbeit verfolge, wobei langjährige Erfahrung, vielfältiger Ideenreichtum, echtes Engagement und große Tatkraft Hand in Hand gehen“. „Wir wollen Politik wieder nah an die Menschen bringen“, sagte Bürgermeisterkandidat Karl Huber. Gemeinsam könne wir erreichen, dass Ernsgaden lebens- und liebenswert bleibt – heute und für kommende Generationen“, so Huber.
Bezahlbares Wohnen als zentrale soziale Frage
Bürgermeisterkandidat Karl Huber bezeichnete eine gute Infrastruktur, zum Beispiel weiterer zügiger Breitbandausbau und „bezahlbaren Wohnraum als eine zentrale Zukunftsaufgabe“. Bezahlbarer Wohnraum werde eine der existenziellen Fragen der nächsten zehn Jahre sein. Huber: “Mit einem neuen und optimierten Baulandmodell wollen wir sicherstellen, dass junge Familien im Ort bleiben und sich Eigentum schaffen können.“ Möglich seien neue Wohnformen, Mehrgenerationenhäuser oder kleinere Bauparzellen sowie die Gründung einer Wohnungsbaugenossenschaft. Beim sogenannten „Bauturbo“, der inzwischen in Kraft getreten ist, könne die Gemeinde durch engagierte und kluge Beschlüsse die Verfahren beschleunigen und einen Mehrwert erzeugen, ohne die Qualität der Planungen und der Wohnquartiere zu gefährden. In diesem und vielen anderen Bereichen will Karl Huber seine ganze Erfahrung einbringen.
Robust und widerstandsfähig
Sebastian Franke eröffnete die Themenbeiträge der Kandidaten und stellte das Feld Feuerwehr, Sicherheit und Katastrophenschutz vor. „Unsere Gemeinde hat eine sehr motivierte, gut ausgebildete und hervorragend ausgestattete Feuerwehr. Dennoch müssen wir uns auf komplexere Schadensereignisse wie Hochwasser, Waldbrände oder Stromausfälle weiterhin optimal vorbereiten“, betonte der Kommandant der örtlichen Feuerwehr.
Er nannte fünf zentrale Handlungsfelder: Investitionen in Ausrüstung und Ausbildung, enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Gemeinde, bauliche Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser, krisensichere Energieversorgung durch Notstromlösungen und PV-Anlage und die gezielte Nutzung staatlicher Fördermittel. „Wir wollen Ernsgaden robust und widerstandsfähig machen – vorbereitet auf die Risiken der Zukunft“, so Franke.
Kinder, Jugendliche und soziales Miteinander
Elke Dürr legte ihren Schwerpunkt auf Betreuung, Familie und Jugendbeteiligung. „Ab 2026 gilt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler. Hier ist es wichtig, bestehende Angebote zu vernetzen und neue zu schaffen“, erklärte sie. Vereine könnten dabei eine zentrale Rolle spielen, um Familien zu entlasten und Kindern vielseitige Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Für Jugendliche wünscht sich Dürr eigene Treffpunkte und mehr Mitsprache: „Jugendbeteiligung – etwa durch ein Jugendforum oder einen Jugendgemeinderat – ist ein wichtiger Bestandteil lebendiger Gemeindearbeit.“ Sie regte außerdem die Einrichtung einer sozialen Koordinationsstelle an, um Angebote besser zu bündeln und Bedarfe frühzeitig zu erkennen.
Frühkindliche Bildung als Zukunftsaufgabe
Kathrin Halbritter betonte die Bedeutung der frühkindlichen Bildung als Grundlage für eine zukunftsfähige Gemeinde. „Ich war viele Jahre als Erzieherin und Leitung tätig und kenne die täglichen Herausforderungen, aber auch die Verantwortung, die in unseren Einrichtungen getragen wird.“ Ihr Ziel: enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Kindergärten und Kinderkrippe, um Qualität zu sichern und gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. „So entsteht Vertrauen – und das ist die Basis für eine verlässliche Bildungs- und Familienpolitik vor Ort“, sagte Halbritter.
Gemeinschaft fördern – Verkehr sicher gestalten
Stefan Hufnagel, Kirchenpfleger in Ernsgaden und Vorstand der Stadtkapelle Vohburg, legte seinen Fokus auf Vereinsleben, Ehrenamt und Verkehrssicherheit. Er regte an, den Austausch unter den Vereinen zu intensivieren und zwei bis drei gemeinsame Treffen im Jahr zu etablieren. Zudem sprach er sich für mehr Unterstützung der Vereine bei größeren Projekten sowie für neue Veranstaltungsformate aus, bei denen die Menschen zusammenkommen können. Außerdem sprach er das Thema Verkehrsberuhigung an, vor allem innerorts und insbesondere rund um das Kriegerdenkmal.
Durch die Unterstützung der Vereine die Gemeinschaft stärken
Maximilian Pohle stieß ins gleiche Horn wie Stefan Hufnagel. Als aktiver Übungsleiter im Tennisverein setze er sich dafür ein, die Vereinsaktivitäten und das Gemeinschaftsleben im Dorf weiter zu stärken und die Interessen aller Generationen wirkungsvoll zu vertreten. Auch eine intakte Infrastruktur liegt ihm am Herzen.
Bürgerbeteiligung und Seniorenarbeit
Kathrin Dittmann betonte, wie wichtig Information und Beteiligung für eine lebendige Dorfgemeinschaft sind. „Bürgerinnen und Bürger sollen das Gefühl haben, dass ihre Meinung zählt.“ Sie schlug eine häufigere Herausgabe des Gemeindemagazins vor, das über aktuelle gemeindliche Projekte und Entwicklungen informiert. Sie plädierte für neue Mitmachformate, die über klassische Bürgerversammlungen hinausgehen – etwa durch digitale Beteiligungsplattformen oder offene Themenabende.
Ein weiterer Schwerpunkt Dittmanns war die Seniorenarbeit. „Unsere Seniorinnen und Senioren haben über Jahrzehnte viel für unsere Gemeinde geleistet. Sie verdienen, dass wir uns heute für sie stark machen.“ Sie sprach sich für mehr Unterstützungs- und Begegnungsangebote aus, um Einsamkeit vorzubeugen – etwa durch Nachbarschaftshilfe, Besuchsdienste und generationenübergreifende Projekte. Zudem müsse Barrierefreiheit selbstverständlich sein, und die Gemeinde solle wieder einen Seniorenbeauftragten benennen. „Eine Ehrenamtsbörse könnte Helfende und Hilfesuchende besser zusammenbringen“, so Dittmann.
Mehr Verständnis für die Anliegen der Bürger
Notwendige örtliche Projekte, etwa Bebauungspläne sollen nach Ansicht von Michael Riedmeier proaktiv aufgegriffen und zügig umgesetzt werden sollten. Zudem solle der Bürgerdialog in verschiedenen Bereichen weiter ausgebaut werden und die Gemeinde mehr Verständnis für die Anliegen der Bürger zeigen.
Lebendig, herzlich und sozial
Gemeindliche Entscheidungen verständlich zu vermitteln ist das Anliegen von Thomas Kund. „Wir wollen Ernsgaden weiter voranbringen“, sagte er.
Die ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin Melanie Kund möchte ihre Erfahrung besonders im Bereich Seniorenarbeit und Pflege einbringen. Nach ihrer Ansicht sollte Ernsgaden „lebendig, herzlich und sozial verbunden“ bleiben.
Zusammenhalt als zentraler Wert
Claudia Marx betonte, dass für sie Zuverlässigkeit, Zuhören und Zusammenhalt zentrale Werte sind. Seniorinnen und Senioren sollten Unterstützung finden, und die Gemeinde müsse bürgernah, kompetent und zukunftsorientiert geführt werden.
Familien sollen sich wohlfühlen
Jenny Bökenkamp wünschte sich, dass man sich in Ernsgaden wohlfühlen kann und Neubürger gut integriert werden. Ernsgaden sollte sich gerade im sozialen Bereich weiterentwickeln und kreative Lösungen für künftige Herausforderungen finden.
Miteinander für ein starkes Ernsgaden
„Wir stehen für ein Ernsgaden, das auf die Chancen und Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist und in dem Zusammenhalt, Verantwortung und Gemeinschaft aktiv gelebt werden“, fasste Bürgermeisterkandidat Karl Huber zusammen.
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