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Karl Huber: Warum ich nochmals kandidiere

Am 8. März 2026 entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über die Zukunft von Ernsgaden. Ich habe mich bewusst dazu entschieden, erneut für das Amt des Ersten Bürgermeisters zu kandidieren. Nicht aus Ehrgeiz. Nicht aus Gewohnheit. Sondern aus Verantwortung.
 

Ich durfte 24 Jahre lang ehrenamtlicher Bürgermeister unserer Gemeinde sein. Das war eine prägende, intensive und erfüllende Zeit. Gemeinsam haben wir viel erreicht: Infrastruktur geschaffen, Baugebiete entwickelt, Kinderbetreuung ausgebaut, die Schule gestärkt, Vereine unterstützt und Ernsgaden als lebenswerte Gemeinde weiterentwickelt. Darauf bin ich dankbar – und auch ein Stück weit stolz. Aber vor allem weiß ich, wie vielfältig kommunale Aufgaben sind und wie anspruchsvoll kommunale Verantwortung wirklich ist.
 

Heute stehen wir erneut an einem Wendepunkt.

Die Anforderungen an Gemeinden sind deutlich komplexer geworden. Die Aufgaben nehmen immer mehr zu, Förderprogramme werden umfangreicher, gesetzliche Vorgaben dichter, finanzielle Spielräume enger. Gleichzeitig erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht Transparenz, Beteiligung und verlässliche Entscheidungen. Gerade in einer kleineren Gemeinde braucht es hier Erfahrung, Netzwerke, Zeit und einen klaren Blick für Prioritäten.
 

Ich bringe über 40 Jahre Verwaltungserfahrung mit, bin seit 2020 ehrenamtlicher Stellvertreter des Landrats und in der Region bestens vernetzt. Diese Verbindungen sind kein Selbstzweck. Sie helfen, wenn es um Zuschüsse geht, um interkommunale Zusammenarbeit, um Projekte im Bereich Schule, Jugend- und Seniorenbetreuung, Hochwasserschutz, Wohnbau oder Mobilität. In schwierigen Zeiten zählt, wer Probleme erkennen, Türen öffnen und Lösungen organisieren kann.
 

Meine erneute Kandidatur ist eine bewusste Entscheidung. Ich habe mir diesen Schritt gut überlegt. Ich kenne die Herausforderungen des Amtes. Ich kenne aber auch die Chancen, die Gestaltungsmöglichkeiten und die Bedeutung eines verlässlichen Kurses für eine Gemeinde.
 

Vor allem aber liegt mir Ernsgaden persönlich am Herzen. Diese Gemeinde ist für mich nicht nur ein politischer Gestaltungsraum – sie ist meine Heimat seit Geburt. Hier lebe ich, hier bin ich verwurzelt, hier kenne ich die Menschen, ihre Sorgen, ihre Hoffnungen und ihre Geschichten. Diese Verbundenheit ist für mich Antrieb und Verpflichtung zugleich.
 

Ernsgaden braucht in den kommenden Jahren:

  • die passgenaue Sanierung der Schule

  • einen optimal finanzierten Glasfaserausbau

  • bezahlbaren Wohnraum für junge Familien und Eigentum als Schutz vor Altersarmut

  • eine starke Seniorenpolitik mit guter Betreuung und Teilhabe

  • nachhaltige Ortsentwicklung mit Augenmaß

  • eine handlungsfähige Verwaltung

  • lebendiges Vereins- und Gemeinschaftsleben

  • aktive Bürgerbeteiligung, Transparenz und Information 

Vor allem aber braucht es Zusammenhalt. Politik auf kommunaler Ebene darf kein Gegeneinander sein. Sie lebt vom Miteinander. Deshalb trete ich mit der Wählergruppe ERNSGADEN MITEINANDER an.  Der Name ist Programm: sachorientiert, bürgernah und ohne parteipolitische Scheuklappen. Ich freue mich auch sehr über die Unterstützung durch die FREIEN WÄHLER ERNSGADEN.
 

Ich weiß, dass Erfahrung kein Selbstzweck ist. Aber Erfahrung bedeutet, bewährte Verfahrensweisen zu wiederholen, Risiken realistisch einzuschätzen und Chancen frühzeitig zu erkennen. Gerade wenn große Investitionen anstehen, wenn Fördermittel beantragt werden müssen oder wenn schwierige Abwägungen zu treffen sind, ist ein ruhiger, klarer Kurs entscheidend.
 

Ich kandidiere nochmals, weil mir Ernsgaden am Herzen liegt, weil es meine Heimat ist und weil ich überzeugt bin, dass ich Zeit, Kraft und Kompetenz einbringen kann. Und weil ich glaube, dass unsere Gemeinde jetzt jemanden braucht, der Zeit hat und persönlich für die Menschen da sein kann.
 

Die Entscheidung liegt am 8. März bei den Bürgerinnen und Bürgern. Ich stelle mich dieser Entscheidung mit Respekt, mit Offenheit – und mit großer Verbundenheit zu unserer Gemeinde.

 

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Veröffentlichung

Mo, 16. Februar 2026

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